Tourismus PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 06. April 2008 um 15:29

UL-INFO Veranstaltungsreihe

Thema: Tourismus in und um Ostrach – Was bringt uns das?

Veranstaltungsort: Landhotel Alte Mühle, Waldbeuren

Termin: 06.07.2005, 19.00 Uhr

Frau Sabine Essl (Fraktionsvorsitzende der Unabhängigen Liste –UL- im Gemeinderat) begrüßte die zahlreich erschienenen Zuhörer, sowie die Geschäftsführerin der Kooperation „Ferienregion Nördlicher Bodensee“ Frau Sandra Denner, die sich auf Anfrage der UL freundlicherweise bereiterklärt hatte, diesen Info-Abend mit Daten und Fakten zu bereichern.

Nachdem Frau Denner - die seit April 2004 als Geschäftsführerin der „Ferienregion Nördlicher Bodensee“ tätig ist - über Ihren beruflichen Werdegang berichtete, informierte sie die Zuhörer über die Entstehung der Tourismuskooperation, zu der sich vor einigen Jahren die Gemeinden Illmensee, Ostrach, Pfullendorf, Wald und Wilhelmsdorf zur landkreisübergreifenden Tourismuskooperation „Ferienregion Nördlicher Bodensee“ (FNB) zusammengeschlossen haben. Vorteile dieser Kooperation sind vor allem eine bessere Markt-Durchdringung, Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit sowie die Schaffung und Nutzung von Synergie-Effekten. Alle 3 Monate findet eine Kooperationssitzung mit den Bürgermeistern der Teilnehmergemeinden und der Geschäftsführerin statt.

In der FNB bieten 14 Hotels/Gasthöfe, 15 Gasthäuser, 15 Vermieter von Privatzimmer, 80 Vermieter von Ferienwohnungen, 23 „Urlaub auf dem Bauernhof“, sowie 2 Campingplätze insgesamt 1359 Gästebetten (ohne Camping) an. In Ostrach sind es insgesamt 436 Gästebetten in 3 Hotels/Gasthöfen, 1 Gasthaus, 18 Ferienwohnungen und 10 x „Urlaub auf dem Bauernhof“.

Zahlen und Fakten 2004:

2518 Anfragen bei der FNB - das entspricht einer Steigerung von 10,3 % zum Jahr 2003.

41.932 Ankünfte in der FNB - das sind 2710 mehr als 2003 (Steigerung 7 %).

In Ostrach 14.759 Ankünfte (Steigerung 35 %!).

137.738 Übernachtungen waren es 2004 in der FNB insgesamt

in Ostrach erstaunliche 64.405 (Steigerung 47 %).

Durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste der FNB 3,3 Tage (2003: 3,5 Tage), in Ostrach 4,4 Tage.

Durchschnittliche Bettenauslastung 31,8 % (2003: 29,1 %), in Ostrach 40,5 %.

Entwicklung in der Ferienregion: 1999 2004

Anfragen 381 2.581

Ankünfte 22.588 41.932

Übernachtungen 46.154 137.738

Mit 30.000 Besuchern auf der Homepage konnte eine Steigerung von 15 % gegenüber 2003 verzeichnet werden. Aufgrund der gestiegenen Anfragen und dem regen Interesse an der FNB konnte von Frau Denner festgestellt werden, dass das angewandte Marketing greift.

Frau Denner erläuterte die Leistungen der FNB, zu denen u.a. die Gestaltung des Ferienprogramms in den Gemeinden gehört, ebenso wie das Erstellen von Themen-Flyern, die über Museen, Seepark Pfullendorf, Ferien auf dem Bauernhof usw. informieren. Für das Marketing steht der FNB ein Budget von 20.000,00 €/Jahr zur Verfügung. Dieser Kostenrahmen erscheint aufgrund der Kosten für Werbeflächen den Vermietern als zu wenig.

Von den Messen „CMT“ in Stuttgart, „Holiday on bike“ in Friedrichshafen sowie auf der „FESPO“ in Zürich auf denen die FNB im vergangenen Jahr vertreten war, konnten nur wenig Rückmeldungen verbucht werden.

Als weitere Leistung der FNB erläuterte Frau Denner die Anfragenbearbeitung und Zimmervermittlung in enger Zusammenarbeit mit den Vermietern.

Zu den aktuellen Projekten gehört die Erstellung einer gemeinsamen Rad-/Wanderkarte, auf der 24 Radtouren und 35 Wanderwege aufgeführt sind, sowie die einheitliche Beschilderung in den einzelnen Gemeinden.

In der anschließenden Diskussion waren sich Ulrike Moser und Rita Schlegel – beide vermieten Ferienwohnungen – einig, dass man nur durch großes persönliches Engagement zufriedene Gäste halten kann.

Die anwesenden Vermieter waren sich alle einig darüber, dass den Urlaubern „etwas geboten wird“. Sehenswertes und Besonderheiten sind notwendig.

Von Vermietern wurde die fehlende Radwegverbindung nach Wilhelmsdorf angesprochen, sowie von Gästen das Fehlen von Hundetoiletten. Ein Wassertretbecken soll erstellt werden, wobei sich die Vermieter bereiterklärten das Projekt nach zur Verfügung gestelltem Material und Platz in Eigenleistung zu realisieren.

Zusammenfassend konnte von den anwesenden Gastgebern festgestellt werden, dass Besucheranfragen von Frau Denner schnell und kompetent bearbeitet werden. Frau Denner bescheinigte: „Die Zusammenarbeit mit den Ostrachern funktioniert sehr gut.

Energien im Tourismus bündeln

Geschäftsführerin der Ferienregion Nördlicher Bodensee stellt das Fremdenverkehrs-Konzept vor.

Es ist was los in Ostrach - nicht nur Feriengäste, sondern auch die Einheimischen können in der Region einiges entdecken und vom Zusammenschluss der Gemeinden Pfullendorf, Wald, Wilhelmsdorf, Illmensee und Ostrach zur Ferienregion Nördlicher Bodensee profitieren. Sandra Denner, Geschäftsführerin des Tourismus-Verbunds, stellte auf Einladung der Unabhängigen Liste Ostrach das Tourismus-Konzept der Kooperation vor.

Ostrach

VON ELLEN BAIER

Ostrach - "Unser Standort als Hinterland ist für uns kein Nachteil mehr, sondern im Gegenteil ein Vorteil", stellte die Tourismus-Betriebswirtschaftlerin fest. "Unsere Gäste kommen bewusst zu uns, weil es hier sehr viel persönlicher und herzlicher zugeht als in den Zentren am Bodensee." Die Übernachtungszahlen, die Sandra Denner präsentieren konnte, sprechen für sich: Im Jahr 2004 kamen 41932 Gäste ins Gebiet des Tourismus-Verbunds, 7 Prozent mehr als im Vorjahr. 35 Prozent der Gäste entschieden sich dazu, in Ostrach zu übernachten. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 4,4 Tage in Ostrach, 3,3 Tage in der gesamten Ferienregion. "Der Trend zu Kurzurlauben nimmt zu", erläuterte Denner diese Entwicklung. Die Hauptzielgruppe sind Familien mit Kindern (46,2 Prozent der Gäste), die oft aus Städten wie Stuttgart oder Frankfurt kommen und auf dem Land den Kontakt zur Natur erleben wollen.

Die anwesenden Vermieter von Hotelzimmern und Ferienwohnungen in der Gemeinde Ostrach und Sandra Denner waren sich einig, dass die steigenden Übernachtungszahlen vor allem der Zusammenarbeit der Gemeinden in der Ferienregion Nördlicher Bodensee zu verdanken sind. Die 1999 von den Gemeinden Pfullendorf, Ostrach, Wald, Illmensee und Wilhelmsdorf ins Leben gerufene Tourismuskooperation möchte die Wettbewerbsfähigkeit der Region steigern, indem Synergieeffekte genutzt werden und das Marketing und Präsentationen gebündelt werden. "Vor allem in Ostrach haben wir sehr gute und sehr rührige Vermieter", lobte Denner die örtlichen Anbieter von Zimmern und Wohnungen. Dies wissen auch die Gäste zu schätzen, viele kommen bereits zum wiederholten Mal nach Ostrach.

"Unsere Gäste müssen fühlen, dass sie willkommen sind, auch wenn es für uns manchmal einen Aufwand bedeutet", erklärte Rita Schlegel, die seit 13 Jahren Ferienwohnungen vermietet. Die Vermieter begrüßten das Engagement der Gemeinde im Tourismusverbund, schlugen aber vor, dass das Budget von derzeit 20000 Euro für die gesamte Region aufgestockt werden müsse.

Die engagierten Vermieter erklärten sich auch bereit, mit der entsprechenden Unterstützung von Seiten der Gemeinde selbst aktiv zu werden, wenn es etwa darum geht, ein Wassertretbecken zu errichten oder eine Patenschaft für die neu ausgeschilderten Rad- und Wanderwege zu übernehmen. Sie regten an, dass die Nähe zum Naturschutz-Zentrum Pfrunger-Burgweiler Ried besser genutzt werden sollte, indem ein Fahrradweg durchs Ried nach Wilhelmsdorf gebaut wird, auch Hundetoiletten würden von Feriengästen immer wieder vermisst.

Der Informationsabend in der "Alten Mühle" zeigte, dass die Ostracher Ferienanbieter voller Ideen und Initiativen stecken, um die Gemeinde und die Region noch attraktiver zu machen für die Gäste und die Einheimischen, die die Heimat machmal mit den Augen eines Feriengastes anschauen sollten, um die zahlreichen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung zu entdecken. "Wir haben das Glück, hier zu leben und zu arbeiten, wo andere Urlaub machen", brachte es Sabine Essl (UL) auf den Punkt.

Mehr Infos zum Tourismusverbund:

www.noerdlicher-bodensee.de

Bericht SZ 13.07.2005 rsp

Unabhängige Liste

Vermieter fühlen sich im "Nördlichen Bodensee" wohl

Ostrach (rsp) - Informationen aus erster Hand über die Ferienregion Nördlicher Bodensee erhielten die Besucher eines Informationsabends der Unabhängigen Liste (UL). Mit Vermietern und Gastwirten wurden Verbesserungsvorschläge diskutiert.

"Tourismus geht uns alle an, das Thema muß parteiübergreifend behandelt werden", stellte Sabine Essl zu Beginn der Informationsveranstaltung fest. Sie sieht in der Förderung des Tourismus eine Möglichkeit, eine neues Wirtschaftsstandbein in der Region zu installieren.

Die Geschäftsführerin der Tourismuskooperation Nördlicher Bodensee, Sandra Denner aus Pfullendorf, informierte die Zuhörer über das touristische Angebot in der Ferienregion. Von den 174 Ferienwohnungen in der Region liegen allein im Gemeindgebiet Ostrach 77. Die Anfragen sind im Vergleich zu 2003 um 10,3 Prozent gestiegen. 2004 machten fast 42000 Menschen, meist auf dem Großraum Stuttgart und den neuen Bundesländern Urlaub in der Region, das sind 2700 mehr als im Vorjahr.

Zahlen zeigen den Erfolg

Wie erfolgreich die Kooperation seit 1999 arbeitet, zeigen die Zahlen: Die Anfragen haben sich seit Gründung versiebenfacht, die Ankünfte verdoppelt und die Übernachtungen verdreifacht.Zur Zeit stehen drei Projekte im Vordergrund der Tourismuskooperation. Der Ausbau und die Ausschilderung des Rad- und Wandernetzes, eine Klassifizierung der Ferienwohnungen durch den Deutschen Tourismusverband und eine Verbesserung des Qualitätsmanagements.

Man muß etwas bieten

Die Vermieter von Ferienwohnungen hoben hervor, daß nur durch großes persönliches Engagement die Wohnungen vermietet werden können. " Man muß den Gästen etwas bieten, muß für sie da sein, damit sich sich wie zu Hause fühlen" weiß Ulrike Moser aus Erfahrung, " Gästebetreuung ist nicht nebenbei zu machen. Ausbildung und ein ganztätiges Kümmern um die Urlauber ist Voraussetzung für zufriedene Gäste", ergänzt Rita Schlegel. und Sandra Denner stellt fest: " Wir haben eigentlich genug Ferienwohnungen, aber zu wenige engagierte Vermieter."Die Vermieter bemängeln, daß es nicht gelungen ist, das Naturschutzgebiet durch Radwege anzubinden. Dies ist für die Gäste, die das Ried mit dem Fahrrad erkunden wollen-, ärgerlich. Die Vermieter würden die Aufstellung von Hundetoiletten begrüßen und wollen, wenn die Gemeinde grünes Licht gibt, ein Wassertretbecken errichten.

Höheres Budget gefordert

Allgemein halten Vermieter und Wirte das Budget der Tourismuskooperation von 20000 Euro für zu gering.
Aktualisiert ( Sonntag, 06. April 2008 um 15:45 )