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Schulplanung in Ostrach PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Dr. Angela Feuerstein-Bootz   
Freitag, 10. Oktober 2008 um 09:09
In der Verwaltungssitzung am 14. April 2008 wurde von der aktuellen Schulsituation in Ostrach berichtet.In der Gemeinderatssitzung am 06. Oktober 2008 wurden zukunftsweisende Beschlüsse gefasst:

In der Sitzung im April diesen Jahres beschrieb Frau Neher die Angebote der Ganztagesbetreuung an ihrer Schule, die aus Fußball-Ags, Lesetraining, Tastaturtraining, Theater-Ags, Kunst-Ags und Instrumental-Ags bestehen. Hierbei wird sie von Ostracher Bürgern und Vereinen unterstützt. Der Mittagtisch wird von den Schülern gut angenommen und auch die Hausaufgabenbetreuung funktioniert sehr gut. Vor allem Kinder mit Migrationshintergrund werden durch diese Angebote gut gefördert und integriert.

Nach diesem Bericht der momentanen Situation erläuterte Frau Döring die aktuellen Geburtenzahlen und damit die zukünftigen Zahlen der gesamten Grundschulen der Ostracher Gemeinde. Als Folge der gesunkenen Geburtenzahlen ab dem Jahr 2000 resultiert eine zu geringe Schülerzahl für den Schulstandort Magenbuch ab dem Schuljahr 2010/2011. „Das Schulamt Sigmaringen darf nach dem Organisationserlass für Klassenzahlen unter 16 Kindern keine Lehrer zuweisen.“ Dies wäre spätestens im Jahr 2010 der Fall. Zusätzlich zu den geringen Schülerzahlen geht die jetzige Schulleiterin Frau Stopper 2009 in den Ruhestand und es steht schon jetzt fest, dass diese Stelle vom Oberschulamt nicht neu besetzt wird. Magenbuch würde somit nicht mehr mit genügend Lehrern versorgt werden können. Ab dem 01.09.2009 wird Magenbuch deshalb zur Außenstelle der Grundschule Ostrach.

 

Bei der jetzigen Diskussion um die mögliche Erhaltung der Grundschule Magenbuch wird angedacht ein „Bildungshaus“ zu schaffen. Hierbei sollen die erste und zweite Klasse der Grundschule Magenbuch in einem Gebäude mit dem Kindergarten sein, der derzeit noch in Levertsweiler geführt wird. In solch einer Einrichtung sind die Kinder im gleichen Gebäude untergebracht und die Pädagogen arbeiten eng miteinander, verschiedene Projekte können gemeinsam verwirklicht werden.

Bildungshäuser gibt es derzeit bereits in Modellprojekten beispielsweise in Bad Wurzach. Bei diesen Modellprojekten sind aber Schüler vom Kindergartenalter bis zum Übergang auf eine weiterbildende Schule beisammen. Das Vorhaben in Ostrach hat also in dem Sinne nichts mit den Modellprojekten zu tun. Aber auch andere Gemeinden streben Institutionen in dieser Art an, die diesem Modell sehr ähnlich sind (Beispielsweise Kluftern/Friedrichshafen).

Die Unabhängige Liste hat hierzu bei einer UL-Infoveranstaltung in Lausheim im Juni informiert. Es waren zahlreiche Eltern zum Gespräch vorort.

In der Gemeinderatssitzung am 6. Oktober 2008 wurde mehrheitlich (20 Ja, 2 Neinstimmen) entschieden, den Kindergarten Levertsweiler nach Magenbuch zu integrieren. Im Grundschulbereich Magenbuch wird dann nur noch die erste und zweite Klasse erhalten bleiben. Die Umgestaltung vollzieht sich in Stufen: 2009 wird Magenbuch Aussenstelle der Ostrachtalschule, die dritte Klasse geht dann nach Ostrach, ab 2010 gibt es dann in Magenbuch nur noch die erste und zweite Klasse im Obergeschoss, im Erdgeschoss findet dann der Kindergarten Platz. Mit dieser Kompromisslösung in Anlehnung an das Modell „Bildungshaus“ wird versucht, eine kleine Dorfschule vor Ort zu erhalten.

Parallel hierzu wird die Grundschule Burgweiler 2013 eine Aussenstelle der Ostracher Schule.

Im Bereich der Haupt- und Realschule wird die Einrichtung einer Verbundschule angestrebt.

Schon vor Jahren haben wir einen Arbeitskreis im Sinne eines „runden Tisches“ aus Gemeinderäten, Schule, Eltern, .... angeregt um Kräfte zu bündeln und eine gute Bildungspolitik in der Gemeinde Ostrach zu ermöglichen. In einer der nächsten Sitzungen soll darüber erneut beraten werden.

Aktualisiert ( Dienstag, 14. Oktober 2008 um 16:00 )