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Nitratsanierung
Nitratsanierung Brunnen Spitzbreite PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 06. April 2008 um 15:17
In der Gemeinderatsitzung am 09.02.2004 informierte Herr Bürgermeister Barth über die Nitratsanierung in der Gemeinde Ostrach. Es geht um die hohe Nitratbelastung unseres Trinkwassers. Dem Brunnen „Spitzbreite“ im Bereich Hahnennest wird seit Jahren aus Ostrach nitratärmeres Wasser zugemischt um die zulässigen Höchstwerte einhalten zu können. Man vermutet, dass eine der Ursachen in der Düngung aus dem Bereich der Landwirtschaft begründet ist. Um die Problematik in Griff zu bekommen, wurde auch Gelände um die Trinkwasserfassung aufgekauft. Seit dem 19.05.2003 existiert ein Landeserlass, der Sanierungsgebiete ausweist um Wege zur Senkung der Nitratwerte zu realisieren. Aufgenommen werden belastete Brunnen erst mit einer erhöhter Nitratkonzentration, die zwei bis drei Jahre lang anhält. Das Landratsamt Sigmaringen hat die Gemeinde im Mai 2003 gebeten, für den Brunnen Spitzbreite weitere Messungen vorzunehmen.

Parallel dazu liegt die Voranfrage für einen geplanten Kiesnassabbau der Firma Senn in Ochsenbach vor. Vom Verfahrensstand her befindet sich das Projekt in der Planungsphase, in der der Unternehmer von den Fachbehörden informiert wird, welche Untersuchungen zu erwarten sind. Man geht davon aus, dass der Brunnen auch vom geplanten Abbaugebiet mit Grundwasser angeströmt wird. Das Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau hat in diesem Zusammenhang eine Stellungnahme vorgelegt, in der sie die Einrichtung und Bemessung weiterer Messstellen fordert. Da sich die benötigten Untersuchungen ergänzen, wurde vorgeschlagen die Untersuchungen entsprechend ihrer Zielsetzung sowohl von der Firma Senn als auch von der Gemeinde Ostrach zu beauftragen. Die Ausschreibung erfolgte über die ISTE – Industrieverband Steine Erden. Über die Kostenverteilung war man im Gemeinderat unterschiedlicher Auffassung. Die Unabhängige Liste – UL – Ostrach drängte auf Abklärung der Fakten.

In der Gemeinderatsitzung am 27.04.2004 wurde daraufhin den Gemeinderäten ein Vertrag vorgelegt, der vonseiten der Gemeinde und dem Kiesabbauunternehmen unterzeichnet wurde. Die Bohrungen sind beendet und das Abschlussgutachten liegt vor und wurde von der Gemeinde an die Fachbehörden ins Landratsamt Sigmaringen weitergeleitet, um die weitere Vorgehensweise abzuklären.

Haben Sie weitere Fragen? Wir stehen Ihnen gerne persönlich zur Verfügung.

Aktualisiert ( Sonntag, 06. April 2008 um 15:20 )