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UL Info
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Geschrieben von: Sabine Essl
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Freitag, 12. März 2010 um 14:37 |
Es gilt das gesprochene Wort.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schulz, liebe Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats, liebe Ortsvorsteher liebe Anwesende aus der Verwaltung, sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer, sehr geehrte Vertreter der Presse
Wir danken an dieser Stelle Herrn Gindele, Herrn Schulz und allen Mitarbeitern der Verwaltung für die Ausarbeitung und Vorbereitung. Das Zahlenwerk wurde von der Verwaltung ausführlich vorgestellt.
Durch die sogenannte Wirtschaftskrise ist auch die Haushaltslage der Kommunen angespannt. Die Schere zwischen geringeren Einnahmen und höheren Ausgaben wird immer größer. Damit ist schlussendlich die kommunale Selbstverwaltung in Gefahr. Kommunen haben Schwierigkeiten ihre öffentlichen Pflichtaufgaben im gewohnten Umfang und Qualität zu erfüllen. Die Freiwilligkeitsleistungen wie z.B. die Unterstützung der Vereine, Kunst und Kultur, Schwimmbad … fallen dann am ehesten dem Rotstift zum Opfer. Für zukunftsweisenden Investitionen fehlt Geld. Die Attraktivität der Gemeinden und die Lebensqualität der Bürger wird damit in Frage gestellt.
Die Rufe nach finanzieller Hilfe von Bund und Ländern wird laut. Aber einmalige Zuwendungen sind hier sicher nicht eine langfristige Lösung. Wenn kommunale Belange betroffen sind, müssten die Kommunen bei Gesetzgebungsverfahren beteiligt werden. Zudem müsste in diesem Zusammenhang auch eine Kostenfolgenabschätzung der Gesetze erfolgen, damit die Gemeinden nicht nur als realisierende Kraft in der Verantwortung stehen.
Zu allem Überfluss ist die Entwicklung nicht von unserer sondern von der folgenden Generation zu finanzieren.
Wohin wir steuern konnten wir bereits seit Anfang 2009, spätestens seit Mitte des vergangenen Jahres ahnen.
Wir starten wie andere Gemeinden mit einer negativen Zuführungsrate in das laufende Haushaltsjahr. Das bedeutet, dass weder die laufenden Kosten der Gemeinde hinreichend gedeckt werden können, noch für Investitionen Gelder zur Verfügung stehen. UND der Notgroschen ist in Ostrach fast aufgezehrt, sodass sparsames Wirtschaften absolute Priorität für die nächsten Jahr haben muss. Unserer Auffassung nach ist dabei 2010 nur der Beginn einer finanziellen Durststrecke.
Als Reaktion der Verwaltung bekamen wir bereits zum Einstieg der Haushaltsberatungen eine Liste über haushaltswirksame Einsparungen und Verschiebungen vorgelegt. Die Fraktionen haben vorbereitend intensiv sowohl in Ausschüssen als auch fraktionsintern beraten.
Zur Streichliste ist anzumerken, dass die Annahme einer Kostenreduktion von 30.000 € im Bereich des Winterdienst mit einer Spekulation auf milden Winter nicht mehr als tragbar erscheint. Die Verwaltung hat inzwischen hierauf reagiert und zur Sitzung erneut Zahlen eingearbeitet.
Mit der vorgelegten Streichliste scheinen alle Möglichkeiten ausgereizt zu sein.
Für uns hat sich die Frage gestellt: wo kann noch eingespart werden?
Die Inneren Verrechnungen der einzelnen Pläne machen es für einen Gemeinderat schwierig nachzuvollziehen, wo Gelder eingespart werden könnten. In den vergangenen Jahren haben wir die Verwaltung gebeten, in verschiedenen Bereichen Berechnungen zur Kostenreduzierung bzw. Einsparung vorzulegen, um frühzeitig tätig zu werden. Jetzt war es der Verwaltung nicht möglich in der Kürze der Zeit eine Haushaltskonsolidierung umzusetzen. Der Haushalt 2010 kann nur eine Übergangslösung sein. Die Verwaltung ist jetzt gefordert, die längst gewünschten Berechnungen anzustellen um sie als Grundlage für die Haushaltsberatungen 2011 einfließen zu lassen.
Wir stellen den Antrag im September 2010 eine vorbereitende Haushaltsberatung zu terminieren, in der die Verwaltung den Gemeinderat über entsprechende Vorschläge zur Haushaltskonsolidierung informiert.
Im Bereich der Personalkosten sehen wir kein Einsparpotential. Gerade in haushaltspolitisch angespannten Zeiten brauchen wir eine belastbare Verwaltung.
Auf unseren Vorschlag der vergangenen Jahre verstärkt den Kontakt zu Studenten im Rahmen eines Praxissemesters für bestimmte Fachbereiche Verwaltung, Museumsgestaltung, Wanderwegekonzept ... zu suchen, haben wir keine Antwort erhalten.
Wir sehen hier Einsparpotential und bitten nochmals die Verwaltung diese Möglichkeit zu überprüfen und den Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen darüber zu informieren.
Kritisch hinterfragt werden muss die Kostendeckung zum Beispiel bei den öffentlichen Gebäuden. Als Beispiel sei die Buchbühlhalle genannt, die den Haushalt jährlich mit einem Defizit von 80.000 € belastet. Das rührt sicher auch von der Nutzung durch Schule und Vereine her, an der sich nichts verändern wird.
Wir bitten die Verwaltung im kommenden Haushaltsjahr einen Bericht zu erstellen, ob und in welchem Umfang Einnahmenverbesserungen zu realisieren sind.
Bereits im Jahr 2003 wurde in den Haushaltsvorberatungen eine Einsparung von 10% im Bereich der Schulen und Vereine angedacht. Dieser Antrag von Herrn Bauknecht wurde damals abgelehnt und der Gemeinderat hat an eine freiwillige Kosteneinsparung appelliert. Im Bereich der Schulen wurde diese Einsparung jetzt von der Verwaltung bereits vorgeschlagen. Wir tragen diese Entscheidung mit.
Die Vereinsarbeit als sogenannten „Freiwilligkeitsleistungen“ setzt ein großes Potenzial an ehrenamtlichem Engagement frei. Ihre Arbeit macht einen wesentlichen Teil unserer Gemeindequalität aus. Aufgrund der drastischen Kürzungen der Sportförderung vonseiten des Landes wurde auf die 10%ige Kürzung für Vereine verzichtet. Aber es führt in finanziell schwierigen Zeiten kein Weg daran vorbei, auch Freiwilligkeitsleistungen auf den Prüfstand zu stellen.
Antrag: Wir beantragen – wie auch in den vergangenen Jahren - die Überarbeitung der Bezuschussung für Vereine als Grundlage für die Haushaltsvorberatungen im September.
Im Zusammenhang mit der Straßenbeleuchtung sehen wir Einsparpotential verbunden mit Klimaschutz. Seither ist es so, dass im Hauptort um 0.00 Uhr die Straßenbeleuchtung auf eine reduzierte Beleuchtung umgestellt wird. In den Teilorten wird die eingeschränkte Beleuchtung teilweise früher geschaltet.
Wir stellen den Antrag die Schaltung der Straßenbeleuchtung statt wie seither um 0.00 Uhr bereits um 23.00 Uhr auf eine reduzierte Beleuchtung umzustellen.
Zweite Möglichkeit: Einnahmenverbesserung:
Im Vergleich zu den umliegenden Gemeinden liegen wir mit unseren Grundsteuersätzen im unteren Bereich. Die Hebesätze wurden vor einigen Jahren auf die Mindestsätze angehoben. Wie bereits in der Presse berichtet, sehen hier auch umliegende Kommunen im Moment die einzige Möglichkeit, die schwierigen Haushaltssituationen zu bewältigen. Wir sind der Auffassung, dass sich die finanzielle Situation der Gemeinde frühestens in zwei Jahren entspannen wird, wenn hoffentlich die Schlüsselzuweisungen auf der Grundlage der jetzigen Finanzen wieder fliessen werden. Wir halten es für sinnvoll in kleinen Schritten Einschnitte für den Bürger auf den Weg zu bringen.
Wir stellen den Antrag die Grundsteuer A und B um 10 von Hundert anzuheben. Dies führt zu einer Mehreinnahme von 23.000 €. Die Gewerbesteuer möchten wir bewusst zum jetzigen Zeitpunkt nicht erhöhen.
Nun zu den geplanten Investitionen:
Im Bereich des Einzelhandels sind wir nach wie vor bestrebt den Ortskern um das Dienstleistungszentrum zu stützen. Allerdings sehen wir momentan die Überplanung der Ortsmitte mit einer neuen Verkehrskonzeption nicht als dringend erforderlich. Unserer Auffassung nach kann diese Maßnahme erst nach endgültiger Genehmigung des Landratsamtes und erfolgter Umsiedlung des EDEKA-marktes und einer dann erneuten Beurteilung der Verkehrsströme stattfinden. Im Investionsprogramm waren hierfür 7.500 € vorgesehen.
Wir stellen den Antrag die Investition von 7.500 € zur Überplanung der Verkehrssituation Ortsmitte Ostrach 2010 zu streichen und 2011 einzusetzen.
Ein großes Anliegen ist uns die Weiterentwicklung der Gemeinde im Bereich Tourismus. Tourismus bedeutet für uns wohnortnahe Arbeitsplätze, Stärkung von Frauenarbeitsplätzen, zweites Standbein für die Landwirtschaft und eine Stärkung des Gewerbes. In diesem Zusammenhang teilen wir auch die Kritik an der Stärkung der „Museumsgemeinde“ nicht. Die Finanzkrise hat gezeigt, dass es auch die sogenannten weichen Standortfaktoren sind, die einen Ort stärken können.
Das schließt die Stärkung des Wirtschaftsstandortes nicht aus. Hier gilt es im Rahmen des Flächennutzungsplanes die richtige Balance zu finden.
In den nächsten Monaten wird der Gemeinderat erneut über den Flächennutzungsplan beraten. Bei den Planungen werden Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung Ostrachs geschaffen. Wir als Gemeinderäte und die Verwaltung müssen an die Bürger appellieren - und auch Möglichkeiten schaffen -, dass sie sich in die Diskussion einbringen können.
Für alle Institutionen, die in der Freiherr-v.-Steinschule untergebracht waren, haben sich Alternativen gefunden. Nur die Jugendlichen haben ihr Jugendhaus aufgeben müssen. Im Rahmen der letztjährigen Haushaltsberatungen hat die UL den Antrag gestellt, Gelder im Investitionsplan für Räumlichkeiten einzustellen. Dieser Antrag wurde abgelehnt. Positiv ist, dass die Schulsozialarbeit und Sozialarbeit in Ostrach nicht reduziert wurde. Ein großer Wermutstropfen ist es für uns, dass in diesem Bereich keine Lösung abzusehen ist.
Zu guter Letzt ein Zitat von Jörg Schmitt: Gemeinwohl ist nur gemeinsam herzustellen. Bereits mehrmals haben wir den Antrag gestellt, dass wir als Gemeinderäte auf unsere Sitzungsgelder verzichten. Selbst ein Kompromissantrag 2005 den Betrag auf 15,00 €/Sitzung zu reduzieren wurde abgelehnt. Verzichten wir ganz auf unser Sitzungsgeld bedeutet das eine Einsparung von ca. 6000 €. Es ist nicht viel aber „Kleinvieh macht auch Mist“ und wenn wir Ostracher uns alle bemühen kommt sicher noch mehr zusammen. Wir sollten hier eine Vorbildfunktion einnehmen.
Wir stellen den Antrag das Sitzungsgeld auszusetzen.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schulz
Zwei Jahre ihrer Amtszeit sind nun vergangen. Ereignisreiche Jahre, in denen Sie noch viel vollendet haben, was bereits begonnen war. Die Zeit ist schwierig, besonders um neue Wege zu gehen. Wo Risiken sind, da gibt es aber auch Chancen. Eine Haushaltskonsolidierung ist spätestens ein Zeitpunkt um Überlegungen anzustellen: welche Entwicklung soll Ostrach gehen. Ihre Marschroute und die damit verbundenen Konzepte zeichnen sich für die UL noch nicht ab. Um gemeinsam zukunftsweisende Visionen realisieren zu können, erwarten wir zur Haushaltsvorberatung im September Ihre Ansichten zur Entwicklung der Raumschaft Ostrach in den nächsten Jahren. Es geht nur gemeinsam Ostrach handlungsfähig zu halten und die kommenden Herausforderungen zu meistern.
Wir danken Ihnen und der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit. Wir freuen uns auf das kommende Jahr und werden die Aufgaben, die auf uns zukommen wie gewohnt konstruktiv und kritisch unterstützen und begleiten. |
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Aktualisiert ( Freitag, 12. März 2010 um 14:49 )
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Geschrieben von: Sabine Essl
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Donnerstag, 05. Februar 2009 um 00:00 |
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Gehalten von Sabine Essl in der Gemeinderatssitzung Montag, den 02. Februar 2009
Es gilt das gesprochene Wort.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Schulz, liebe Kolleginnen und Kollegen des Gemeinderats, liebe Ortsvorsteher, liebe Anwesende aus der Verwaltung, sehr geehrte Zuhörerinnen und Zuhörer, sehr geehrte Vertreter der Presse. Das Zahlenwerk des Haushaltes möchte ich nicht wiederholen. Wir danken an dieser Stelle Herrn Gindele, Herrn Schulz und allen Heinzelmännchen der Verwaltung im Hintergrund für die Ausarbeitung und Vorbereitung. Ein arbeitsreiches Jahr liegt hinter uns: Im Bereich der Schule wurden von der Verwaltung und dem Gemeinderat wichtige Entscheidungen getroffen. Die Schülerzahlen sind rückläufig und erforderten ein Handeln. Betroffen sind der Kindergarten Levertsweiler, die Grundschulen Magenbuch und Burgweiler. Im Haushaltsplan sind für erforderliche Umbaumassnahmen Gelder im Jahr 2010 eingestellt. Die Schulverwaltung ändert sich, in dem 2009 Magenbuch und 2013 Burgweiler Aussenstelle der Grundschule Ostrach wird. Haupt- und Realschule sollen verstärkt als „Verbundschule“ zusammenarbeiten. Die Realisierung der Wünsche aus der Verwaltung und dem Gemeinderat liegt in den Händen der Rektoren und Lehrer. Voller Erwartung wünschen wir Ihnen Kraft und Energie die gefassten Beschlüsse mit Leben zu füllen. Im kommenden Jahr liegt der Fokus auf der Ganztagesbetreuung von Klein- und Schulkindern. Als geeignete Räumlichkeiten, die nahe der Schule liegen, sollen die Rahmenbedingungen im Kindergarten St. Monika geschaffen werden. Auch hierzu wurden Gelder eingestellt. Schon vor Jahren haben wir einen Arbeitskreis im Sinne eines „runden Tisches“ aus Gemeinderäten, Lehrern, Schülern, Eltern ... angeregt, um Kräfte zu bündeln und eine gute Bildungspolitik in der Gemeinde Ostrach zu ermöglichen. Nicht nur Geld signalisiert Unterstützung sondern auch ein engagiertes Miteinander. Wir stellen den Antrag, in einer der nächsten Sitzungen diesen Punkt als Tagesordnungspunkt zu terminieren.
Im Zusammenhang mit dem Naturschutzgroßprojekt „Wiedervernässung Pfrunger-Burgweiler-Ried“ wurde die „Laubbacher Brücke“ eingeweiht. Die Dorfgemeinschaft hat ein großartiges Fest organisiert und wird mit den Einnahmen die Sanierung der Laubbacher Kirche unterstützen. Ich möchte dies nur beispielhaft und dankend für das grosse Engagement in den Teilorten erwähnen. Auch kostenmässig wird damit die Gemeinde Ostrach entlastet. Der erstmals organisierte „Riedtag“ war ein voller Erfolg. Viele Bürger waren unterwegs, um sich über die Veränderungen im Ried zu informieren. Ein großes Anliegen ist uns die Weiterentwicklung der Gemeinde im Bereich Tourismus. Die Übernachtungszahlen steigen kontinuierlich an. Zur Tourismusförderung könnten wir uns beispielsweise die Errichtung eines Aussichtturmes im Bereich am Riedrand vorstellen. Unserer Ansicht nach, ist es wichtig und dringend, dass sich die Gemeinde Ostrach im Bereich Pfrunger-Burgweiler-Ried engagiert. Wir bitten die Verwaltung zu überprüfen, welche Möglichkeiten einer Förderung im Rahmen des Tourismusinfrastrukturprogrammes möglich wären und in einer der nächsten Sitzungen die Thematik auf die Tagesordnung zu setzen.
Den Zuschuss für die Sanierung des Kloster Habsthal von 20.000 € in 2009 und 30.000 € in 2010 für den ersten Bauabschnitt befürworten wir. Im Bereich des Einzelhandels sind wir nach wie vor bestrebt den Ortskern um das Dienstleistungszentrum zu stützen. Bereits 2005 wurden im Haushaltsplan Gelder für einen „Ortsprospekt“ eingestellt. Wir wollen damit das örtliche Handwerk, die Gastronomie, den Einzelhandel stärken, neu zugezogene Bürger und Touristen sollen sich besser in der Gemeinde zurechtfinden. Gerade auch für die Ansiedelung neuer Gewerbebetriebe ist eine gute Internetpräsenz der Gemeinde zwingend erforderlich. Wir stellen den Antrag, die Überarbeitung der Internetpräsenz und die Erstellung des Prospektes in diesem Jahr zu realisieren. Zur DSL-Breitbandförderung wurden in diesem Haushalt 700.000 € eingestellt. Ein Zuschuss wurde bereits zugesagt. Wir begrüßen die Entwicklung und favorisieren die kabelgebundene Variante. Ein kurzer Ausblick auf Investitionen, die nicht sichtbar sind: 2009 und 2010 wird im Bereich Wasser und Abwasser in den Anschluss Kalkreute investiert. Das bedeutet, dass insgesamt nach Abzug aller Zuschüsse ca. 1,8 Millionen € Kosten von der Gemeinde zu tragen sind. Hier wird viel Geld sinnvoll „verbuddelt“, von dem der Bürger aber keine Verbesserung verspürt. Als weitere dringende und wichtige Investition sehen wir die Maßnahmen zum Hochwasserschutz Waldbeuren. Seit dem Unwetter vor 7 Jahren wird über einen sinnvollen Hochwasserschutz diskutiert. Erst vor 10 Tagen hatten wir mit dem einsetzenden Regen auf gefrorenen Boden wieder einen Brennpunkt in Waldbeuren. Die Feuerwehr war beschäftigt, eine Eskalation zu verhindern. Wir begrüssen die Einstellung von Haushaltsmitteln und bitten die Verwaltung die vorgesehenen Lösungsansätze dringend und rasch zu realisieren.
In unserer Gemeinderatssitzung im November wurde dem Gemeinderat die Erstellung eines Ökokontos erläutert. Einige Projekte befinden sich in der Realisierung, andere werden in den kommenden Monaten folgen. Im letzten Haushaltsplan waren hierzu 50.000 € eingestellt. Abgerufen wurden nur 5.000 €. Wir stellen den Antrag im Investitionsplan 2009 25.000 € zur Fortführung des Ökokontos einzusetzen.
Im Bereich der öffentlichen Gebäude bitten wir zu überprüfen, inwieweit eine verbesserte Energiebilanz erreicht werden kann. Der Gemeinde Illmensee ist es gelungen 5000 € an jährlichen Kosten auf diesem Wege einzusparen. Wir erhoffen uns daraus auch die Ankurbelung des heimischen Handwerks. Großes Schlagwort ist der Klimaschutz. Unserer Ansicht nach haben wir in diesem Bereich noch ein großes Potential, das wir mit Leben füllen können. Die Freiherr-v.-Steinschule wurde mittlerweile abgerissen und ein grosser Platz ist entstanden. Die Platzgestaltung wird den Gemeinderat in den nächsten Monaten beschäftigen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Seit einigen Jahren sprechen wir immer wieder die Möglichkeit an, Studenten bei Ideenwettbewerben zu beteiligen. Wir bitten nochmals die Verwaltung diese Möglichkeit zu überprüfen und den Gemeinderat in einer der nächsten Sitzungen darüber zu informieren.
Für alle Institutionen, die in der Freiherr-v.-Steinschule untergebracht waren, haben sich Alternativen gefunden. Nur die Jugendlichen haben ihr Jugendhaus aufgeben müssen. Im Moment ist die Verwaltung auf der Suche nach geeigneten Räumen, um den Jugendlichen dort die Möglichkeit zu geben, sich zu engagieren. Wir möchten zum Einen ein Signal setzen und ausserdem die Möglichkeit schaffen kurzfristig reagieren zu können und stellen deshalb den Antrag statt erst 2010 150.000 € in den Investitionsplan für 2009 die Summe von 50.000 € und 2010 100.000 € für das Jugendhaus einzusetzen.
Seit einigen Monaten bitten wir darum, die Bestuhlung in der Aussegnungshalle auszutauschen. Wir stellen den Antrag 20.000 € für die Anschaffung wetterfester Stühle für die Aussegnungshalle in den Investitionsplan einzusetzen.
In den nächsten Monaten wird der Gemeinderat erneut über den Flächennutzungsplan beraten. Bei den Planungen werden Rahmenbedingungen für die zukünftige Entwicklung Ostrachs geschaffen. Wir als Gemeinderäte und die Verwaltung müssen an die Bürger appellieren - und auch Möglichkeiten schaffen -, dass sie sich in die Diskussion einbringen können. Das Dorffest hat erstmals in einem anderen Rahmen stattgefunden. Das Kostendefizit hat sich im Vergleich zu den letzten Dorffesten reduziert. Es ist eine gute Ausgangslage für die nächsten Jahre geschaffen worden und Vereine und Bürger sind gefordert, sich mit neuen Ideen und Konzepten einzubringen. In diesem Zusammenhang auch ein großes Dankeschön an Frau Döring, das Organisationsteam und alle aktiven Helfer. Trotz verbesserter Nahverkehrsbedingungen im Landkreis Sigmaringen durch die Kooperation mit den Verkehrsverbänden Bodenseekreis und Alb-Donau, hat sich die Anbindung nach Ostrach nicht verbessert. Wir sehen es als eine wichtige Aufgabe, zusätzliche Angebote auf den Weg zu bringen. Nicht versäumen möchten wir es an Herrn Barth und Herrn Krautter zu denken. Für die Zusammenarbeit mit der Verwaltung und Herrn Bürgermeister Schulz möchten sich die Gemeinderatsmitglieder der Unabhängigen Liste auf diesem Weg herzlich bedanken. Der Gemeinderat hat ein arbeitsreiches Jahr mit schwierigen Entscheidungen hinter sich. Wir freuen uns auf das kommende Jahr und werden die Aufgaben, die auf uns zukommen wie gewohnt konstruktiv und kritisch unterstützen und begleiten. Wir wünschen uns fraktionsübergreifend eine gute und offene Zusammenarbeit. |
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Aktualisiert ( Freitag, 12. März 2010 um 14:51 )
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Geschrieben von: Sabine Essl
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Freitag, 21. November 2008 um 14:03 |
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Im Baurecht besteht die Grundlage, dass bei einer Flächenversiegelung Ausgleichsmassnahmen erfolgen müssen. Das Ökokonto ist ein Instrument für die Bevorratung und Verwaltung von Massnahmen zur naturschutzfachlichen Aufwertung von Flächen. Die Massnahmen können unabhängig von baulichen Eingriffen ausgeführt werden und zu einem späteren Zeitpunkt als Ausgleichs- oder Ersatzmassnahme für Projekte herangezogen werden. Es muss also kein Ausgleich an Ort und Stelle und zum gleichen Zeitpunkt erfolgen. Die UL hat seit Jahren die Erstellung eines Ökokontos angemahnt, um kosteneffizienter arbeiten zu können und nicht im Fall einer Bebauung überstürzt nach geeigneten Massnahmen suchen zu müssen. Als ökologische Aufwertung gelten Pflanzungen von Feldgehölzen, Hecken, Streuobstbeständen, die Anlage von Wasserlebensräumen oder auch Extensivierungsmassnahmen. Je nach Massnahme ist eine bestimmte Punktezahl zur Bewertung festgelegt. Im Ostracher Bereich ist nun die Schaffung eines - Auenstillgewässers auf der Gemarkung Eschendorf
- der Rückbau von Bachsohlschalen beim Mühlbach (auch Eschendorf)
- und Extensivierungsmassnahmen einer landwirtschaftlichen Fläche im Bereich der Kiesgrube Magenbuch geplant.
Zwei weitere Massnahmen - die Teilöffnung des Reichenbachs in Magenbuch und
- die Leiteinrichtung als Krötenschutz im Bereich des Lausheimer Weiher
werden bereits realisiert und nach der Fertigstellung eingebucht. In einer Gemeinderatssiztung am 10.11.1008 wurde die Einrichtung eines Ökokontos und auch diese Massnahmen beschlossen. Haben Sie Ideen und Vorschläge zum Ökokonto - wir freuen uns über Ihre Anregungen |
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Aktualisiert ( Mittwoch, 26. November 2008 um 10:06 )
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Geschrieben von: Sabine Essl
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Freitag, 21. November 2008 um 13:36 |
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Jede Gemeinde sollte einen Flächennutzungsplan erstellen in der die Gemeinde – wie der Name schon sagt – die Nutzung der Flächen festlegt. Sie kann also von vornherein bestimmen, welche Flächen für Landwirtschaft, Forst, Kiesabbau ... zur Verfügung stehen sollen. Der Flächennutzungsplan wird für die Dauer der nächsten 15 Jahre aufgestellt. Flächen, die bereits in den detaillierten Teilregionalplänen, z.B. Kiesabbaufläche, Flächen zur Erstellung von Windkrafträdern ... ausgewiesen sind, werden in den Flächennutzungsplan eingearbeitet. Der Flächennutzungsplan ist vor dem Verwaltungsgericht aussagekräftig. Flächen die nicht überarbeitet wurden, stellen sogenannte "weisse Flächen" dar. Auf ihnen ist dann vieles möglich - Kiesabbau, das Erstellen von Windrädern .... - worauf dann die Gemeinde wenig oder gar keinen Einfluss mehr nehmen kann. In den vergangenen Jahren stellte die UL mehrere Anträge endlich die sogenannten „weißen Flächen“ zu überarbeiten. In der Sitzung vom 17.09.01 wurde die Ausarbeitung in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt mehrheitlich beschlossen. Auf einer Klausurtagung des Gemeinderates im Frühjahr 2008 wurde ausführlich zum Flächennutzungsplan getagt, die Verwaltung ist mit der Ausarbeitung beschäftigt. Wir begrüssen dies sehr. Im März diesen Jahres haben wir nach der Klausurtagung ein UL-Info zu diesem Thema veranstaltet. Es ist uns wichtig die Bürger bei Entscheidungen, die die Zukunft Ostrachs entscheidend prägen zu beteiligen. Vorraussetzung zur Aufstellung ist unserer Ansicht nach, sich über die zukünftigen Ziele der Entwicklung Ostrachs klar zu werden. Der Flächennutzungsplan ist für uns eines der Instrumente, um unsere angestrebten Ziele zu erreichen: - eine moderne innovative Gemeinde
- Arbeitsplätze am Wohnort
- ein gesundes Zusammenspiel von Tourismus, Natur, Landwirtschaft und Bürgerschaft
- die Stärkung der sogenannten "weichen Standortfaktoren" wie Schule, Kinderbetreuung, Integration, Vereinsleben, Kultur und Jugend.
Im Bereich der Flächenausweisung für Baugebiete muss der demografischen Entwicklung, das heisst dem Rückgang der Bevölkerungszahlen, Rechnung getragen werden. In Ihrer Überlegung inbezug auf die Ausweisung von sogenannten Sonderflächen bezieht die Ul auch die Flächenphotovoltaikanlagen ein. Im Bereich der Gewerbeflächenausweisung muss unserer Ansicht nach verstärkt auf touristische Nutzungen Rücksicht genommen werden. Diskutieren Sie mit, bringen Sie sich für ein l(i)ebenswertes Ostrach ein, entweder über Mail oder den persönlichen Kontakt. Wir freuen uns über Ihre Anregungen. |
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Aktualisiert ( Montag, 24. November 2008 um 14:16 )
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Geschrieben von: Sabine Essl
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Freitag, 21. November 2008 um 00:00 |
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Zu Beginn der 90-er Jahre stellten wiederholt Ostracher Firmen Anträge zur Erweiterung ihrer Kiesabbauflächen. Die UL konnte damals gemeinsam mit dem Gemeinderat erreichen, dass alle kiesabbauenden Firmen ein Gesamtkonzept vorlegen mussten. Man erhoffte sich, anhand eines gemeinsamen Antrages die Auswirkungen bezüglich Grundwasserschutz, Zersiedelung der Fläche, Verkehrsaufkommen ... besser beurteilen zu können. Aufgrund der Größe des Vorhabens war ein Raumordnungsverfahren erforderlich, in dem das zuständige Regierungspräsidium beurteilt, ob sich das geplante Vorhaben in bereits festgelegte Konzepte und Planungen integrieren lässt.
Die Größe wird bei 213 ha Gesamtfläche liegen, vom Abbau direkt beansprucht werden 148 ha sein. Der zentrale Bereich liegt entlang dem Gemeindeverbindungsweg Tafertsweiler- Hoßkirch, Außenbereiche bilden im Osten Hüttenreute und im Westen das Kieswerk Müller Ostrach. Bereits zur Antragstellung mussten zahlreiche Untersuchungen verschiedener Fachbereiche vorgelegt werden. Erschwerend kommt hinzu, dass weite Teile des geplanten Kiesabbaugebietes in der Wasserschutzzone IIIB liegen, in der Grund- und Trinkwasserschutz absolute Priorität haben. Die Unterlagen mussten öffentlich ausgelegt werden und Fachbehörden, Gemeinden und auch Bürger wurden aufgefordert schriftlich Stellungnahmen abzugeben. Im Anschluss wurde die "raumordnerische Beurteilung" abgegeben, in der zusätzliche Untersuchungen und Auflagen festgelegt wurden. Darüber wurde in einer Gemeinderatsitzung informiert und die UL veranstaltete einen Informationsabend, an dem die Ausarbeitungen erläutert wurden. Neben vielen Details war die Kernaussage, dass Firmen bei weiteren Genehmigungsverfahren den Nachweis erbringen müssen, dass es durch den Abbau nicht zur Beeinträchtigung des Grundwassers oder der Trinkwasserversorgung kommen kann. In diesem Zusammenhang laufen weitere hydrogeologische Untersuchungen, die zur Beurteilung benötigt werden. Über die Ergebnisse wurde in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung informiert.
Um den Kiesabbau landkreisweit planen zu können, werden Flächennutzungspläne zugrundegelegt. In den Flächennutzungsplänen legt die Gemeinde – wie der Name schon sagt – die Nutzung der Flächen fest. Sie kann also von vornherein bestimmen, welche Flächen für Landwirtschaft, Forst, Kiesabbau ... zur Verfügung stehen sollen. Der Flächennutzungsplan ist vor dem Verwaltungsgericht aussagekräftig.
In den vergangenen Jahren stellte die UL mehrere Anträge endlich die sogenannten „weißen Flächen“ zu überarbeiten. In der Sitzung vom 17.09.01 wurde die Ausarbeitung in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt mehrheitlich beschlossen. Auf einer Klausurtagung des Gemeinderates im Frühjahr 2008 wurde ausführlich zum Flächennutzungsplan getagt, die Verwaltung ist mit der Ausarbeitung beschäftigt.
Im August 2008 wurde ein Antrag an die Gemeinde Ostrach um Genehmigung auf Konzessionverlängerung, sowie die Erweiterung einer bestehenden Kiesabbaustätte im Wagenhart in Richtung Norden und Westen gestellt. Das Konsortium der Antragsteller besteht wie in der ursprünglichen Struktur nicht mehr. Dies hat zur Folge, dass nun Teilanträge genehmigt werden müssen. Von der jetzt beantragten Fläche sind bereits 52 ha genehmigt, davon 16 ha noch nicht vom Abbau erfasst. Der Neuantrag betrifft Flächen, die bereits Bestandteil des Raumordnungsverfahren 1997 und der Verlängerung von 2002 waren. Damals wurden sie als Kernbereich West und Nord bezeichnet. Die jetzt beantragte Fläche reduziert sich von ursprünglich 63,6 h auf 45,6 ha. Geplant ist der Abbau im Trockenabbauverfahren und auf zwei Teilflächen von 9 und 10 ha im Nassabbauverfahren. Die Antragsunterlagen - 2 umfangreiche Ordner - lagen auf der Gemeinde zur Einsicht aus. Die Bürger konnten Einsicht nehmen und falls Bedenken oder Anregungen vorliegen, diese auch schriftlich beim Landratsamt einreichen. Der Gemeinderat Ostrach hat in einer Sitzung des Technischen Ausschusses am 29.09.2008 und in einer Gemeinderatssitzung am 10.11.2008 darüber beraten. Von der Gemeinde wurde eine Stellungnahme abgegeben, die mehrheitlich vom Gemeinderat beschlossen wurde. Wir haben weitergehende Bedenken und haben eine eigene Stellungnahme formuliert, die nachfolgend beigefügt wird. Insbesondere lehnen wir eine nachfolgende Freizeitnutzung ab, die im gemeindlichen Gutachten eingearbeitet war. Das Einvernehmen zum Kiesabbau wurde einstimmig hergestellt.
Stellungnahme der UL zum Antrag Verlängerung und Erweiterung Kiesabbau Wagenhart Grundaussage:
Grundsätzlich gehen wir davon aus, dass die Festlegungen des Raumordnungsverfahrens weiterhin Gültigkeit haben.
Abbau, Wasser, Verkehr Aus den Antragsunterlagen geht hervor, dass das gewonnene Material aus dem Wagenhart bis zum Jahr 2016 in Jettkofen aufbereitet werden soll. Im Rahmen unserer Stellungnahme zum „Verlängerungsantrag Kiesabbau Jettkofen“ aus dem Jahre 2006 hatten wir bereits angefragt, ob in die damalige Antragsstellung die künftigen Zahlen – bedeutet die jetzt beantragten Flächen der Konzessionsverlängerung, sowie die anfallenden Abbaumengen der Erweiterungsflächen - in die Berechnungen der Antragsunterlagen eingeflossen waren. Entscheidende Kriterien bilden hierbei die Brauchwasserentnahme, die Größe der Absatzbecken, sowie die Verkehrsströme. Frage
Waren die jetzt beantragten Flächen – sowohl Konzessionsverlängerung als auch die Erweiterungsflächen Wagenhart – bereits Grundlage zur Genehmigung „Verlängerungsantrag Kiesabbau Jettkofen 2006“?
Sollte das nicht der Fall sein, müsste dann im Bereich „Kiesabbau Jettkofen“ eine Anpassung erfolgen?
Abbau Die Trockenabbaubasis wird in den Unterlagen mit grundsätzlich 2 m über MHW – mittleren Hochwasserstand festgelegt.
Stellungnahme
Wir möchten die Trockenabbaubasis gemäß der gängigen Praxis auf 2 m über HHW – Grundwasserhöchststand festgelegt haben, da aus den Antragsunterlagen extreme Grundwasserstandsschwankungen von plus/minus 0,35 – 1,20 m hervorgehen.
In den Antragsunterlagen wird an einer Stelle von einer Wiederauffüllung im Nassabbaubereich gesprochen (UVU). An anderer Stelle nur von einer Wiederauffüllung oberhalb der Trockenabbaubasis (technischer Teil allgemein verständliche Zusammenfassung). Frage
Was hat Gültigkeit? Sollten sich im Antrag missverständliche Angaben befinden, bitten wir um Korrektur.
Stellungnahme Generell soll nur mit ortsbündigem Material und nur oberhalb der Trockenabbaubasis aufgefüllt werden.
In den Empfehlung zum ROV Wagenhart wurde schriftlich fixiert, dass eine hydraulische Verbindung zwischen den Abbaugebieten Nord und Mitte gewährleistet sein soll.
Frage Ist dies durch die veränderte Anlage der beiden Nassabbaustellen so gewährleistet?
Stellungnahme
Wie in den vergangenen Jahren lehnen wir einen Nassabbau in WSG III b ab.
Rekultivierung Stellungnahme Wie in den vorliegenden Antragsunterlagen festgelegt, soll eine zukünftige Freizeitnutzung der Baggerseen ausgeschlossen werden (Vorrangnutzung Naturschutz). Fischereilich soll nur eine extensive Nutzung möglich sein.
Verkehr Aus den Unterlagen geht hervor, dass der Gemeindeverbindungsweg nach Tafertsweiler bzw. Oberweiler nach fortgeschrittenem Abbau erst 2019 verlegt werden soll. Bei den Stellungnahmen, die im Zusammenhang des Raumordnungsverfahrens Wagenhart abgegeben wurden, war die Grundaussage, dass sofort mit Beginn einer erhöhten Abbautätigkeit im Wagenhart der Weg verlegt werden muss. Stellungnahme
Wir bitten, dass die Verlegung des Gemeindeverbindungsweges schnellstmöglich wie vereinbart – und nicht erst 2019 - erfolgt, um die Ortschaft Tafertsweiler verkehrsbedingt zu entlasten. In den Unterlagen fehlt auch die grundsätzliche Aussage, dass der Verkehrsabfluss dann auf die „Entlastungsstraße Ostrach“ erfolgen muss. Die Kosten sind vom Antragsteller zu tragen. Wir bitten dies, so in die Genehmigungsunterlagen einfließen zu lassen.
Bezüglich der Bahnverladung stellen wir fest, dass durch das Zusammenbrechen des Konsortiums im Wagenhart jetzt nur noch ein Antragsteller einen Abbauantrag stellt. Ein Bahntransport ist wirtschaftlich somit nicht realisierbar. Trotz jahrelanger Bemühungen seitens der Antragsteller, den betroffenen Gemeinden und Bürgerinitiativen konnten keine wirtschaftlich machbaren Gegebenheiten geschaffen werden. Wir haben nun die Situation, dass auch bei Folgeanträgen im Wagenhart immer nur eine Firma Antragsteller sein wird. Eine Bahnverladung wird nach heutiger Sicht auch in Zukunft kaum mehr realisierbar sein. Gefordert wird in diesem Zusammenhang immer eine politische Entscheidungsgrundlage. Wir bedauern es sehr, das wir als Gemeinderäte der Situation machtlos gegenüber stehen und keinen Handlungsspielraum mehr sehen. Sabine Essl Dr. Angela Feuerstein-Bootz Caren Braun Reinhold Hafner
Wenn Sie noch Fragen oder Anregungen haben, können Sie sich gerne an uns wenden. |
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Aktualisiert ( Montag, 24. November 2008 um 14:17 )
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